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Promemoria Auschwitz 2019 - Die Reise, die meine Denkweise verändert hat.

Ich höre Zahlen und Fakten über den Holocaust. Entweder sie bleiben einem im Gedächtnis oder sie schwinden. Bei mir ist es anders, seit dieser Reise.

Der Sozialförderverein „Deina“ organisiert Projekte, die dazu dienen, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit zu geben sich mit der Geschichte des Holocausts auseinanderzusetzten.

Insgesamt waren auf der Reise 832 Teilnehmer aus den Abruzzen, dem Latium, der Emilia Romagna, Sardinien, Tirol, Toskana und dem Trentino-Südtirol. Bevor wir unsere Reise nach Krakau antraten, hatten wir in den jeweiligen Bezirken, in meinem Fall Meran, einige Vortreffen. Diese halfen uns, uns auf die Reise vorzubereiten und uns in der Gruppe untereinander besser kennenzulernen. Dies hat mir sehr geholfen, denn auf der Reise gaben mir die Tutoren und die Gruppe großen Halt. Wir sind als Fremde nach Krakau gefahren und als Freunde zurückgekommen.

Auf der Reise standen unter anderem die Besichtigungen der Konzentrationslager Auschwitz und Birkenau, das Oskar Schindler Museum, die Besichtigung des jüdischen Viertels und das des jüdischen Ghettos in Krakau auf dem Programm. Die Besichtigungen der Konzentrationslager waren für mich mental schwer, denn es war für mich nicht leicht die ganzen Eindrücke zu verarbeiten. In diesen Momenten war ich froh, dass ich die Gruppe bei mir hatte und das Ganze nicht allein durchstehen musste. Es beeindruckte mich besonders, welchen Überlebenswillen die Insassen des Konzentrationslager hatten. Der Moment, der mich am meisten berührte, war, als wir in einen Raum traten, der voller Schuhe der Opfer war. Wie vorhin erwähnt, ist das Ausmaß schwer zu erfassen, wenn lediglich Zahlen genannt werden. Aber wenn man dann einen Raum voller Schuhe mit eigenen Augen sieht und jedes Paar Schuhe die Geschichte eines Menschen wieder spiegelt, gewinnt man an Vorstellungskraft und es ist schwer die Eindrücke zu verkraften.

Ich hätte nicht gedacht, dass die Reise mich emotional dermaßen mitnimmt. Aber gerade deshalb kann ich die Reise weiterempfehlen, denn sie ändert nicht nur die Sichtweise auf die Geschichte, sondern auch auf Dinge des alltäglichen Lebens. Ich bin dankbar, dass ich Teil dieser Reise sein durfte und die Möglichkeit hatte viele tolle Menschen kennenzulernen.

Annalena Schwarz der Klasse 3BP