Auslandsjahr – anno L2

Das Projekt „Zweitsprachjahr – Un anno in L2“ bietet unseren Schülern/innen die Chance, das italienische Schulsystem kennenzulernen und intensive Einblicke in die Kultur, in die Lebens- und Denkweise der italienischen Sprachgruppe zu gewinnen. Durch dieses Projekt haben Schüler/innen die Möglichkeit, ein Schuljahr oder ein Semester in Südtirol oder im gesamtstaatlichen Raum in einer italienischen Schule zu besuchen.

 

Ziele

Ziele dieses Projektes sind die Verbesserung der sprachlich-kommunikativen Kompetenzen in der Zweitsprache, Fortschritte im Kompetenzerwerb des zweitsprachlichen Fach- und Sachunterrichts sowie die Förderung des Bewusstseins für den sprachlichen und soziokulturellen Kontext der anderen Sprachgruppe. Die Initiative leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Vertiefung der Sprachkenntnisse, sondern soll den Schüler/innen auch ermöglichen, eine neue Perspektive gegenüber dem sprachlich „Anderen“ einzunehmen.

 

Zielgruppe

Schüler/innen, die eine besondere Erfahrung in einer italienischen Schule erleben wollen.

 

Wann?

Für die Durchführung dieser Erfahrung wird die 4. Klasse als die am besten geeignete angesehen. Schüler/innen mit besonders starker Motivation, geeigneten Sprach- und sozialen Kompetenzen sowie Lernautonomie können jedoch bereits in der 2. oder  3. Klasse an diesem Projekt teilnehmen.

 

Wie lange?

Ratsam ist der Besuch eines gesamten Schuljahres, da diese Wahl den Schülern/innen ermöglicht, sich nachhaltiger in das sprachlich-kulturelle Umfeld der ausgewählten Schule einzuleben. Weiters wird die Wiedereingliederung in die Herkunftsschule aus didaktischer und organisatorischer Sicht erleichtert.

 

Allgemeine Kriterien:

  • Damit Schüler/innen zum Zweitsprachjahr zugelassen werden, müssen sie in allen Fächern einen guten Leistungsstand aufweisen und im Juni ohne Aufholprüfungen in die nächste Klasse versetzt werden.
  • Die Schüler/innen müssen in der Lage sein, an allen curricularen und extracurricularen Angeboten teilzunehmen, die in der gewählten Gastschule angeboten werden. Die Teilnahme am Projekt unterliegt einem positiven Gutachten des Klassenrates. Dieses Gutachten bezieht sich auf Tiefe und Ernsthaftigkeit des Leistungswillens, auf die individuellen Kompetenzen im sprachlichen und sozialen Bereich, auf Lernautonomie und Qualität der gesamten Schulleistung.
  • Die Schüler/innen müssen eine Gastschule mit derselben oder einer vergleichbaren Ausrichtung der WFO „F. Kafka“ Meran wählen. Die Auswahl soll bewusst erfolgen, wobei auch in Betracht gezogen werden kann, eine Schule außerhalb des eigenen Herkunftsortes zu besuchen.

 

Welche Aufgaben übernehmen die Schüler/innen?

  • Innerhalb 20. März muss an der eigenen Schule ein Antrag mit Angabe der gewünschten Gastschule und der gewählten Fachrichtung eingereicht werden. In einer Präferenzliste gibt die Schülerin/der Schüler auch andere Schulen derselben Fachrichtung an.
  • Während des Besuchs der Gastschule nimmt sie/er an allen curricularen und extracurricularen Aktivitäten und an eventuellen Ausgleichs- und Unterstützungsmaßnahmen der Gastschule teil.
  • Wenn die Schülerin/der Schüler in die Herkunftsschule zurückkehrt, nimmt sie/er an Aufholmaßnahmen für jene Fächer teil, welche an der Gastschule nicht berücksichtigt werden konnten. (diskutieren mit Prof. Covi)

 

Welche Aufgaben übernimmt die Herkunftsschule?

  • Nach Ende der Einreichfrist verfasst der Klassenrat ein Gutachten über Kompetenzen und Eignung der interessierten Schüler/innen. Ein positives Gutachten ist Voraussetzung für die Teilnahme am Austauschprojekt.
  • Die Schule ernennt eine interne Kommission, die eine Rangliste der Schüler/innen erstellt, die ein positives Gutachten der Klassenräte erhalten haben.
  • Innerhalb 20. Juni teilt diese Kommission den entsprechenden Gastschulen die Namen der Schüler/innen mit, welche ein positives Gutachten vom Klassenrat erhalten haben.
  • Nach dem 30. Juni teilen wir auf Grundlage der verfügbaren Plätze an den Gastschulen und der internen Rangliste den interessierten Schülern/innen mit, ob sie in der Schule erster Wahl aufgenommen wurden. Die Schüler/innen, die nicht von der bevorzugten Schule aufgenommen werden können, werden eingeladen, eine andere Schule mit derselben Fachrichtung auszuwählen.
  • Nach der Rückkehr der Schüler/innen organisiert die Herkunftsschule ergänzende Tätigkeiten in jenen Fächern, welche an der Gastschule nicht unterrichtet wurden. (diskutieren mit Prof. Covi)

 

Welche Aufgaben übernimmt die Gastschule?

  • Innerhalb 30. Juni teilt die Gastschule der WFO „F.Kafka“ die Anzahl der verfügbaren Plätze mit.
  • Sie ergreift geeignete Maßnahmen für die Aufnahme der Schüler/innen.
  • Falls das Curriculum der Gastschule Unterrichtsfächer vorsieht, die in der entsprechenden Herkunftsschule nicht enthalten sind, organisiert die Gastschule geeignete Ersatz- und Unterstützungsmaßnahmen für den gesamten Austauschzeitraum.
  • Am Ende des Jahres bzw. des Semesters stellt die Gastschule ein Bewertungsdokument (Schulzeugnis) aus, welches in der Herkunftsschule anerkannt wird.
  • Die Gastschule regelt die Aufholmodalitäten für Schüler/innen mit Aufschub der Schlussbewertung.

 

Welche Aufgaben übernehmen beide Schulen?

Die beteiligten Schulen schließen eine Vereinbarung ab, durch die sie sich verpflichten, den schulischen Austausch mit geeigneten Aufnahme- und Unterstützungsmaßnahmen zu fördern.

Die Vereinbarung regelt:

  • die Aufhol- und Unterstützungsmaßnahmen bei curricularen Unterschieden;
  • die Handhabung bei eventuell unterschiedlicher Einteilung des Schuljahres;
  • die Aufholmodalitäten für Schüler/innen, die nach einem Semester an die Herkunftsschule zurückkehren.

Die Schulen ernennen eine Referentin/einen Referenten als Projektverantwortliche/n und jeweils eine Lehrperson als Tutorin/Tutoren, die als Bezugsperson für die Austauschschüler/innen eingesetzt wird. Die Tutoren ermöglichen den Kontakt zwischen den beteiligten Schulen und unterstützen die betroffenen Schüler/innen.

 

Online-Dokumentation zum Download

Auf den beiden Internetseiten http://www.bildung.suedtirol.it/unterricht/zweitsprachjahr-un-anno-L2/ und http://www.ipbz.it/content/un-anno-L2-zweitsprachjahr

stehen folgende Dokumente zur Verfügung:

  • verschiedene Formulare;
  • Liste der möglichen Partnerschulen mit vergleichbarer Ausrichtung.

 

 

Kontakt:

WFO „Franz Kafka“ – MERAN

Projektverantwortliche: Prof. Silvia Maria Covi

Silvia-Maria.Covi@schule.suedtirol.it

 

Deutsches Bildungsressort

Dr. Marcella Perisutti

Marcella.Perisutti@provinz.bz.it

Tel. 0471/417647