WEGBEGLEITERINNEN UND WEGBEGLEITER der letzten 50 Jahre ERZÄHLEN IHRE GESCHICHTE
HELENE KOFLER
Lehrkraft für Deutsch und Geschichte an der LeWiT
und WFO von 1991 bis 2023
m Schuljahr 1991/92 kam ich als Lehrkraft für Deutsch und Geschichte mit einem Jahresauftrag an die HOB. Im darauffolgenden Jahr übernahm ich eine volle Lehrstelle an der Kaufmännischen Lehranstalt (KLA). Zwei Schuljahre später bekam ich die Stammrollenstelle an dieser Schule. In der Folge blieb ich ihr treu, bis zur Pensionierung. Dabei wurde die KLA zunächst zur LeWiT und dann zur WFO.
Fördern und fordern Wenn ich an meine Zeit an der Schule zurückdenke, kommt mir vor allem in den Sinn, dass ich sehr gerne unterrichtet habe. Ich habe meine Unterrichtsstunden gerne vorbereitet und immer wieder neue Texte und Methoden versucht. Dabei habe ich auch den technischen Fortschritt mitgenommen, soweit ich das vermochte. Ich war sehr gern bei den Schülerinnen und Schülern, respektierte sie und versuchte, sie zu fördern und zu fordern. Mühsam empfand ich das Korrigieren, aber mein Pflichtbewusstsein gebot mir auch hierbei viel Selbstdisziplin und Pünktlichkeit.
Können und leisten Es gibt ganz viele Erinnerungen und Szenen, an die ich gerne denke oder die mir zeigten, wie wichtig unsere Arbeit als Erzieherinnen und Erzieher ist. Aber immer wieder konnte ich auch von den Schülerinnen und Schülern lernen oder war überrascht, was sie alles können und leisten. Beispielsweise denke ich gern an einen Schüler, der einen taubstummen Vater hat und bei den Elternsprechtagen den Dialog in die Gebärdensprache übertrug. Jede Schülerin und jeder Schüler war in ihrer bzw. seiner Art faszinierend.
Von der Kreide zum Touchscreen Neuerungen brachte vor allem die digitale Technik. Von der Kreide wechselten wir zum Touchscreen, von der Projektion mit dem Overheadprojektor zu Online-Übertragungen, vom Kopieren zum Scannen, von der Filmrolle zum Video am PC usw. Der sogenannte Lockdown brachte uns sogar zwei Schuljahre mit Fernunterricht, mit der Erfahrung, dass Lehrkräften und Schülerinnen und Schüler sich nur noch auf dem Bildschirm sahen.