Mehrsprachigkeit

Sprache – Schlüssel zur Welt

Sprache und damit verbundene Kommunikationskompetenz ist von grundlegender Bedeutung in einer globalisierten Welt mit einer  global vernetzten Wirtschaft.

Wir legen großen Wert auf umfassende Sprachkompetenz im Sinne der „funktionalen Mehrsprachigkeit“. Ausgehend von der Unterrichtssprache Deutsch erweitern unsere Schüler*innen systematisch ihre sprachlichen Kompetenzen, dabei steht die Mündlichkeit und die damit verbundene Kommunikationskompetenz im realen Kontext im Vordergrund. Dieser ermöglicht die Kommunikation, die berufliche Tätigkeit und Zusammenarbeit mit Menschen anderer Sprachen und Kulturen. Die Sprachen unserer Schule Deutsch, Italienisch und Englisch arbeiten gezielt im eigenen Fachbereich an der Qualitätsentwicklung, sie arbeiten auch zusammen im Sinne der „integrierten Sprachdidaktik“ und ermöglichen so den Schüler/innen einen leichteren Spracherwerb. Wir erproben innovative Unterrichtsformen wie CLIL (Content integrated language learning) in Italienisch und Englisch. Wir arbeiten dabei im Biennium klassenteilig im Tandemunterricht und können so unsere Schüler*innen gezielt sprachlich fördern.

Wir ermöglichen unseren Schülern/innen der 5. Klassen auch das Absolvieren eines mehrwöchigen Arbeitspraktikums mit Sprachkurs in Großbritannien. Im Bereich Italienisch pflegen wir eine Schulpartnerschaft mit der „Rimini Academy“, unsere Schüler*innen können ein mehrwöchiges Arbeitspraktikum mit Schulbesuch kombinieren und sind in italienischsprachigen Gastfamilien untergebracht. Im Biennium führen wir verschiedene Kulturreisen in den norditalienischen Raum durch und ermöglichen unseren Schüler*innen damit einen besseren Zugang zur italienischen Kultur.

Sprachförderung bedeutet aber auch, dass wir in den Bereichen „Wirtschaft, Recht und Informatik“ gezielt den mehrsprachigen Fachwortschatz aufbauen und die Kommunikation im mehrsprachigen Kontext fördern. Hier arbeiten die Sprachfächer mit den einzelnen Fachbereichen zusammen. Unsere Übungsfirma in den 4. Klassen ist grundsätzlich mehrsprachig angelegt, zwei Monaten lang findet der Geschäftsverkehr und die interne Kommunikation auf Italienisch statt. Unsere mehrsprachige Mediathek setzt Schwerpunkte in allen drei Sprachen und fördert deren Zusammenarbeit. Der italienische Rechtskontext  fließt laufend in den Rechtkundeunterricht ein, Gesetzestexte werden dabei auch im italienischen Original gelesen. Die Weltsprache Englisch ist von grundlagender Bedeutung für den Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik, durch die globale Vernetzung in diesem Bereich erwerben unsere Schüler*innen dabei sehr gute Kompetenzen.

Mehrsprachigkeit
Aktuelles aus der Welt

Maiausflug zur Schwarzen Lacke

Am Donnerstag, den 09.05.2024 unternahm die Klasse 1A einen Maiausflug aufs Vigiljoch. Wir trafen uns um 8:30 Uhr am Bahnhof von Meran und fuhren mit dem Bus nach Lana und mit der Seilbahn aufs Vigiljoch. Von

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Auslandsjahr - Nutze die Chance und erweitere deinen Horizont!

Hier können alle Infos zum Auslandsjahr abgerufen werden.

Zweitsprachjahr – Un anno in L2

Das Projekt „Zweitsprachjahr – Un anno in L2“ bietet unseren Schülern/innen die Chance, das italienische Schulsystem kennenzulernen und intensive Einblicke in die Kultur, in die Lebens- und Denkweise der italienischen Sprachgruppe zu gewinnen. Durch dieses Projekt haben Schüler/innen die Möglichkeit, ein Schuljahr oder ein Semester in Südtirol oder im gesamtstaatlichen Raum in einer italienischen Schule zu besuchen.

 

Ziele
Ziele dieses Projektes sind die Verbesserung der sprachlich-kommunikativen Kompetenzen in der Zweitsprache, Fortschritte im Kompetenzerwerb des zweitsprachlichen Fach- und Sachunterrichts sowie die Förderung des Bewusstseins für den sprachlichen und soziokulturellen Kontext der anderen Sprachgruppe. Die Initiative leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Vertiefung der Sprachkenntnisse, sondern soll den Schüler/innen auch ermöglichen, eine neue Perspektive gegenüber dem sprachlich „Anderen“ einzunehmen.

 

Zielgruppe
Schüler/innen, die eine besondere Erfahrung in einer italienischen Schule erleben wollen.

 

Wann?
Für die Durchführung dieser Erfahrung wird die 4. Klasse als die am besten geeignete angesehen. Schüler/innen mit besonders starker Motivation, geeigneten Sprach- und sozialen Kompetenzen sowie Lernautonomie können jedoch bereits in der 2. oder  3. Klasse an diesem Projekt teilnehmen.

 

Wie lange?
Ratsam ist der Besuch eines gesamten Schuljahres, da diese Wahl den Schülern/innen ermöglicht, sich nachhaltiger in das sprachlich-kulturelle Umfeld der ausgewählten Schule einzuleben. Weiters wird die Wiedereingliederung in die Herkunftsschule aus didaktischer und organisatorischer Sicht erleichtert.

 

Allgemeine Kriterien:
Damit Schüler/innen zum Zweitsprachjahr zugelassen werden, müssen sie in allen Fächern einen guten Leistungsstand aufweisen und im Juni ohne Aufholprüfungen in die nächste Klasse versetzt werden.

  • Die Schüler/innen müssen in der Lage sein, an allen curricularen und extracurricularen Angeboten teilzunehmen, die in der gewählten Gastschule angeboten werden. Die Teilnahme am Projekt unterliegt einem positiven Gutachten des Klassenrates. Dieses Gutachten bezieht sich auf Tiefe und Ernsthaftigkeit des Leistungswillens, auf die individuellen Kompetenzen im sprachlichen und sozialen Bereich, auf Lernautonomie und Qualität der gesamten Schulleistung.
  • Die Schüler/innen müssen eine Gastschule mit derselben oder einer vergleichbaren Ausrichtung der WFO „F. Kafka“ Meran wählen. Die Auswahl soll bewusst erfolgen, wobei auch in Betracht gezogen werden kann, eine Schule außerhalb des eigenen Herkunftsortes zu besuchen.
 

Welche Aufgaben übernehmen die Schüler/innen?

  • Innerhalb 20. März muss an der eigenen Schule ein Antrag mit Angabe der gewünschten Gastschule und der gewählten Fachrichtung eingereicht werden. In einer Präferenzliste gibt die Schülerin/der Schüler auch andere Schulen derselben Fachrichtung an.
  • Während des Besuchs der Gastschule nimmt sie/er an allen curricularen und extracurricularen Aktivitäten und an eventuellen Ausgleichs- und Unterstützungsmaßnahmen der Gastschule teil.
  • Wenn die Schülerin/der Schüler in die Herkunftsschule zurückkehrt, nimmt sie/er an Aufholmaßnahmen für jene Fächer teil, welche an der Gastschule nicht berücksichtigt werden konnten. (diskutieren mit Prof. Covi)
 

Welche Aufgaben übernimmt die Herkunftsschule?

  • Nach Ende der Einreichfrist verfasst der Klassenrat ein Gutachten über Kompetenzen und Eignung der interessierten Schüler/innen. Ein positives Gutachten ist Voraussetzung für die Teilnahme am Austauschprojekt.
  • Die Schule ernennt eine interne Kommission, die eine Rangliste der Schüler/innen erstellt, die ein positives Gutachten der Klassenräte erhalten haben.
  • Innerhalb 20. Juni teilt diese Kommission den entsprechenden Gastschulen die Namen der Schüler/innen mit, welche ein positives Gutachten vom Klassenrat erhalten haben.
  • Nach dem 30. Juni teilen wir auf Grundlage der verfügbaren Plätze an den Gastschulen und der internen Rangliste den interessierten Schülern/innen mit, ob sie in der Schule erster Wahl aufgenommen wurden. Die Schüler/innen, die nicht von der bevorzugten Schule aufgenommen werden können, werden eingeladen, eine andere Schule mit derselben Fachrichtung auszuwählen.
  • Nach der Rückkehr der Schüler/innen organisiert die Herkunftsschule ergänzende Tätigkeiten in jenen Fächern, welche an der Gastschule nicht unterrichtet wurden. (diskutieren mit Prof. Covi)
 

Welche Aufgaben übernimmt die Gastschule?

  • Innerhalb 30. Juni teilt die Gastschule der WFO „F.Kafka“ die Anzahl der verfügbaren Plätze mit.
  • Sie ergreift geeignete Maßnahmen für die Aufnahme der Schüler/innen.
  • Falls das Curriculum der Gastschule Unterrichtsfächer vorsieht, die in der entsprechenden Herkunftsschule nicht enthalten sind, organisiert die Gastschule geeignete Ersatz- und Unterstützungsmaßnahmen für den gesamten Austauschzeitraum.
  • Am Ende des Jahres bzw. des Semesters stellt die Gastschule ein Bewertungsdokument (Schulzeugnis) aus, welches in der Herkunftsschule anerkannt wird.
  • Die Gastschule regelt die Aufholmodalitäten für Schüler/innen mit Aufschub der Schlussbewertung.
 

Welche Aufgaben übernehmen beide Schulen?

Die beteiligten Schulen schließen eine Vereinbarung ab, durch die sie sich verpflichten, den schulischen Austausch mit geeigneten Aufnahme- und Unterstützungsmaßnahmen zu fördern.

Die Vereinbarung regelt:

  • die Aufhol- und Unterstützungsmaßnahmen bei curricularen Unterschieden;
  • die Handhabung bei eventuell unterschiedlicher Einteilung des Schuljahres;
  • die Aufholmodalitäten für Schüler/innen, die nach einem Semester an die Herkunftsschule zurückkehren.

Die Schulen ernennen eine Referentin/einen Referenten als Projektverantwortliche/n und jeweils eine Lehrperson als Tutorin/Tutoren, die als Bezugsperson für die Austauschschüler/innen eingesetzt wird. Die Tutoren ermöglichen den Kontakt zwischen den beteiligten Schulen und unterstützen die betroffenen Schüler/innen.

 

 

Online-Dokumentation zum Download

Auf den beiden Internetseiten http://www.bildung.suedtirol.it/unterricht/zweitsprachjahr-un-anno-L2/ und http://www.ipbz.it/content/un-anno-L2-zweitsprachjahr

stehen folgende Dokumente zur Verfügung: verschiedene Formulare; Liste der möglichen Partnerschulen mit vergleichbarer Ausrichtung.

 

Kontakt:

Projektverantwortliche an der WFO Meran: Prof. Silvia Maria Covi- Silvia-Maria.Covi@schule.suedtirol.it

Deutsches Bildungsressort: Dr. Marcella Perisutti – Marcella.Perisutti@provinz.bz.it – Tel. 0471/417647