In den Presseaussendungen der letzten Monate wurde immer wieder betont, wie wichtig die Bildung für Südtirol sei. Uns wurden ein Inflationsausgleich, eine Gehaltserhöhung und eine massive Ressourcenaufstockung versprochen, um der zunehmenden Komplexität der Schulwelt Rechnung zu tragen. Leider haben wir bisher nicht viel davon gesehen. Im Gegenteil, die Gewerkschaften sehen sich mit einem Angebot von 10% Inflationsausgleich konfrontiert, obwohl die offiziellen Berechnungen für den Zeitraum der letzten Jahre eine Inflation von 14,6% ergeben.
Man redet also nur über einen Inflationsausgleich, der dem Kaufkraftverlust der letzten Jahre entsprechen sollte, keineswegs von einer Gehaltserhöhung.
Wir geben uns mit einem Inflationsausgleich von unter 14,6% nicht zufrieden!
Zudem fordern wir eine angemessene Ressourcenaufstockung, um der zunehmenden Heterogenität in den Klassen gerecht zu werden und unserem Bildungsauftrag in all seinen Facetten gerecht werden zu können.
In diesem Sinne brauchen wir kleinere Klassen, mehr Inklusions- bzw. DAZ-Stunden, mehr Aufwandsentschädigung für Überstunden und bei Begleitung von Lehrausgängen.
Sollte nicht umgehend eine Änderung in der Bildungspolitik erfolgen, überlegt unser Kollegium, eine „Streichung der unterrichtsergänzenden Tätigkeiten“ (wie z.B. Maturareise, Kulturreise nach Rom, Betriebserkundungen usw.). Wir sind zuversichtlich, dass alle anderen Schulen des Bezirkes bereit sind, ähnliche Maßnahmen zu setzen.
Personale scolastico