LEBENSWEGE

Interview mit ABSOLVENTINNEN UND ABSOLVENTEN unserer Schule
Roland Margesin
Maturajahr 1990

Nach meiner Matura besuchte ich die Höhere Hotelfachschule Kaiserhof in Meran und absolvierte das Universitätsstudium Hotelmanagement an der Johnson & Wales University in Rhode Island/USA. Im Anschluss folgten Praktikums- und Arbeitsstationen in München, London und New York City. 1996 kehrte ich nach Südtirol zurück und war im Hotelgewerbe tätig. Von 1999 bis 2022 war ich Hoteldirektor in Premiumhotels in Südtirol und in der Toskana. Seit 2023 bin ich freier Berater für Hotel- und Gastronomieprojekte im In- und Ausland.

Solide vermitteltes Allgemeinwissen
Mit 14 Jahren war mir eigentlich nicht ganz klar, wofür ich mich entscheiden sollte. Dem Berufsberater hatte ich erklärt, dass ich Mechaniker werden wollte. Seine Empfehlung: HOB. Wohl auch aufgrund des Zuflüsterns meiner Mutter. Heute bin ich froh, dass es sich so ergeben hat. An der HOB habe ich das Rüstzeug erhalten, das mich in den folgenden Jahren sowohl beim Studium als auch im Aufbau meiner Arbeitslaufbahn immer sicher weitergebracht hat. Als Hoteldirektor konnte ich meine Sprachkenntnisse, aber auch meine Wirtschafts-, Rechts- und Buchhaltungskenntnisse optimal einbringen. Und natürlich das solide vermittelte Allgemeinwissen. Eine der vielen guten Erinnerungen: Deutsch-Lektion bei Franco Bernard. Eine Inspiration.

Teil der Lebensschule
Wichtig ist, dass man sich für einen Weg entscheidet und diesen auch zu Ende geht. Für die Oberschule würde dies bedeuten, die Jahre bis zur Matura hin durchzuziehen. Heute hört man oft, dass von einer Schule zur anderen gewechselt wird. Nicht immer ist das zielführend. Auch im späteren Arbeitsleben muss man lernen, sich auch in unwirtlichen Gewässern zu behaupten und seinen Weg zu finden. Das ist Teil der Lebensschule. Nicht immer gleich aufgeben! Meine Tochter Laura hat ebenso die WFO besucht. Sie ist mit dieser Ausbildung sehr zufrieden.