Interview mit ABSOLVENTINNEN UND ABSOLVENTEN unserer Schule
Gerhard Stanzel
Maturajahr 1980
Mit unserer Matura wurde die HOB Meran eine von der HOB Bozen unabhängige Schule. Marion Schiffler wurde im Schuljahr 1979/80 Direktorin. Nach dem damals noch geltenden einjährigen Militärdienst arbeite ich seit Herbst 1982 im elterlichen Geschäft unter den Meraner Lauben.
Wir waren voller Tatendrang Meine Oberschuljahre waren eine unbekümmerte Zeit. Wir waren voller Tatendrang und organisierten viel: öffentliche Tischkegelturniere, ein Tischtennisturnier an der Schule, Maturaball, die Faschingszeitung „Knallfrosch“, um Geld zu beschaffen, damit wir unsere Ausflüge und die Maturareise nach Paris finanzieren konnten. In unserer Faschingszeitung verrissen wir unsere Lehrkräfte, was zur Folge hatte, dass der Mathematiklehrer mir, obwohl ich in diesem Fach keine Probleme hatte, das Leben schwer machte und der Rechtskundelehrer uns vor Gericht bringen wollte.
Buchhaltung logisch vermittelt In den Siebzigerjahren waren die „technischen“ Schulen angesagt: Wissenschaftliches Gymnasium, Gewerbeoberschule, Handelsschule bzw. Handelsoberschule, Hotelfachschule. Wir erhielten eine solide betriebswirtschaftliche Ausbildung. Es gab zwar noch keine Computer an der HOB, die Handelsschule arbeitete damals schon damit, und es gab noch kein Internet. Wir lernten aus den meist italienischsprachigen Fachbüchern. Unser Liebling war – bzw. ist es auch heute noch – unser Buchhaltungslehrer Ivo Carli. Er war ein moderner, unkomplizierter Lehrer mit einem enormen Fachwissen, der uns die Buchhaltung logisch vermittelt hat, was mir heute noch zugutekommt.
Machen, was Freude bereitet Einige Schülerinnen und Schüler unserer Klasse, zwischen neun und zwölf, organisieren seit unserem 25-jährigen Maturajubiläum 2005 einmal im Jahr, wenn es geht, eine Städtereise. Allen heutigen Schülerinnen und Schülern möchte ich raten: Versucht beruflich das zu machen, was euch Freude bereitet, weil ihr einen großen Teil eures Lebens damit verbringt.