WEGBEGLEITERINNEN UND WEGBEGLEITER der letzten 50 Jahre ERZÄHLEN IHRE GESCHICHTE
GENERATIONS-
WECHSEL
Werner Frei
Lehrkraft für Informations- und Kommunikationstechnik an der HOB und WFO seit 1985
Barbara Fuchsberger
Lehrkraft für Betriebswirtschaftslehre an der HOB und WFO seit 2000
Michael Perkmann
Lehrkraft für Angewandte Mathematik an der WFO seit 2015
Marjan Haller
Lehrkraft für IKT und Informatik an der WFO seit 2022
Werner: Ich war in den Schuljahren 1993/94 bis 1995/96 Barbaras praktische Lehrkraft für Informatik. Ich erinnere mich noch gut daran, dass Barbara ihren Maturaball mit dem damaligen Landeshauptmann Luis Durnwalder eröffnet hat. Meine Kollegin Berta Klotzner und ich waren auch mit Barbara auf ihrer Maturareise in London. Wir haben bei dieser Maturareise einen Schüler in der U-Bahn verloren. Die Türen der U-Bahn haben sich geschlossen und er stand draußen, alle anderen drinnen. Auch ohne Handy und Google Maps haben wir uns wiedergefunden.
Barbara: Ich habe mich im Schuljahr 1993/94 in die damalige Programmierer-Fachrichtung eingeschrieben. Deshalb habe ich der Volksbank einen alten Röhrenbildschirm (schwarz/grün) und einen Desktop-PC mit Intel 286 um 50.000 Lire (ca. 25 Euro) abgekauft. Dazu musste ich zu einem Bewerbungsgespräch in die Bank gehen. Wir haben Struktogramme gelernt und in Pascal programmiert. Das verwendete Betriebssystem war MS Dos, also ohne Grafik. Wir mussten alle Befehle in Dos eingeben; mein PC hatte aber bereits ein Spiel eingebaut, nämlich Tetris, und dieses hatte enormes Suchtpotenzial. An der Schule hatten wir bis zur Matura im Jahr 1996 kein Internet und keine Mobiltelefone. Meine erste Note an der HOB war eine Vier bei Barbara Klotzner in Geografie.
Barbara: Ich kam im Schuljahr 2001/2002 an die damalige HOB, dieses Jahr hatte es in sich: Ich hatte eine 1., 2., 3. und 5. Klasse (letztere mit 27 Schülerinnen und Schülern!) im Fach BWL. Sehr viel Zeit habe ich mit dem Übersetzen der italienischen „Tramontana-Bücher“ verbracht und sprachlich sehr holprige Texte zustandegebracht. In der 3. Klasse Programmierer saß Michael. Es war mein zweites Unterrichtsjahr und ich war froh, dass ich auf das bisschen Erfahrung zurückgreifen konnte. Der Wechsel vom Kaiserhof zur HOB war ernüchternd: Kein „Guten Morgen, Frau Fuchsberger, wie geht es Ihnen heute?” mit Tür-Aufhalten und angedeuteter Verbeugung. Ich war Klassenvorstand und musste nicht, wie am Kaiserhof, die Einhaltung der strengen Kleiderordnung kontrollieren, sondern mit Disziplinarmaßnahmen und Absenzen kämpfen. Michael war ein begeisterter Fußballspieler, dies hat er in jeder freien Minute mit seinen Schulkameraden unter Beweis gestellt und mit Papierknäuel zwischen den Bänken und in den Gängen „Fußball” gespielt.
Michael: Ich erinnere mich an die vielen tollen und oft auch misslungenen Experimente im Physikunterricht mit Herrn Knappe. Meine Lieblingsfächer waren jedoch Sport, Informatik und Mathematik, auch wenn ich in Mathe unter Erwin Theiner mit einer “Vier” im ersten Semester gestartet bin. Trotz anfänglicher Unsicherheiten hat mich das Fach aber immer begeistert und es ist mir von Zeit zu Zeit leichter gefallen, auch dank dem sehr motivierten Alois Weis. Alois und Erwin waren später beide Fachkollegen, als ich an der WFO als Mathematiklehrperson einspringen durfte. Barbara Fuchsberger kam als neue BWL-Lehrperson an die HOB und war im Triennium unser Klassenvorstand. Sie hatte es nicht immer leicht mit unserer eher wilden Klasse.
Marjan: Meine Schulzeit liegt ja auch noch nicht so lange zurück. Der Geografieunterricht in der 1. und 2. Klasse hat mir immer besonders gut gefallen, obwohl die Tests von Judith Leiter im Vergleich zu den aktuellen „abartig“ waren. Außerdem erinnere ich mich gut daran, wie wir mit unserem IKT-Lehrer Werner Frei in Informatik Wetten abgeschlossen haben, ob das Programm nun endlich funktioniert oder nicht. Daraufhin wurden wir von ihm, nach der Schule, zu einem Bier eingeladen. Natürlich waren dabei alle Beteiligten volljährig. Meine Lieblingsfächer ab der 3. Klasse waren Informatik, VWL/RK und BWL. Die beiden letztgenannten Fächer waren vermutlich hauptsächlich deshalb meine Favoriten, weil ich das Glück hatte, Roland Stauder und Alexander Gerstl als Lehrkräfte gehabt zu haben, die einerseits streng, aber auch humorvoll waren und unsere Klasse im Griff hatten.