Internationaler Tag der Umwelt

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Schon vor fast 40 Jahren (1972) riefen die Vereinten Nationen den Aktionstag in Stockholm ins Leben, an dem die Öffentlichkeit auf das Thema Umweltschutz aufmerksam gemacht werden soll. Weltweit beteiligen sich rund 150 Staaten mit unterschiedlichen Veranstaltungen, Aktionen und Maßnahmen an diesem World Environment Day.

Das Motto in diesem Jahr lautet „Insekten schützen – Vielfalt bewahren!“.

Der Bestand und die Artenvielfalt der Insekten gehen weltweit, auch in Südtirol, immer weiter zurück – schon 42 Prozent aller Insektenarten sind als gefährdet, extrem selten oder bereits ausgestorben eingestuft! Obwohl die Insekten nicht unbedingt zu unseren Lieblingstieren zählen, sind sie enorm wichtig für das Ökosystem und damit auch für die Versorgung des Menschen: Blüten an Pflanzen wie Bäumen, Sträuchern und Blumen sind auf die Bestäubung durch Bienen, Hummeln und Schmetterlingen angewiesen. Ohne sie können Obstbäume zum Beispiel keine Früchte tragen. Zusätzlich sind Insekten auch Nahrungsquelle für viele weitere Tiere wie Vögel, Fledermäuse oder Amphibien. Auch deren Vielfalt und Bestand hängen also direkt von der Vielfalt und dem Bestand der Insekten ab.

ZIEL 11 der UN-Agenda meint mit „nachhaltigen Städte und Gemeinden“ nicht nur lebensfreundlichen Wohnraum für Menschen.

Auch unsere sechsbeinigen Freunde sind gerade in Siedlungsräumen besonders bedroht: durch die Bodenversiegelung für Gebäude, Straßen, Parkplätze, durch die lebensfeindliche Luftqualität, durch das Ausbringen von Pestiziden und Herbiziden auf öffentlichen Grünflächen, an Straßen- und Wegrändern, nicht zu vergessen die privaten Gärten, Terrassen und Balkone.

Doch ist das noch gar nicht alles, was einen in Siedlungen bedeutet: Mit Rasenflächen und dekorativ zurechtgestutzten grünen Sträuchern können Nektarschlecker nichts anfangen, auch viele beliebte Blumen- und Sträuchersorten geben wenig her (z.B. unsere so geliebten Geranien, Rosen, Tulpen, Forsythien).  Insekten bevorzugen Wildpflanzen, brauchen Pflanzenfülle und Artenvielfalt, nicht zuletzt eine möglichst breit gefächerte Blühsaison.

Was können Land- und Stadtgemeinden und wir (zweibeinigen) EinwohnerInnen tun, um dem essenziellen Lebensraumverlust für Insekten entgegenzusteuern?

  • weitestmöglicher Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und Herbizide
  • Diversität, bunte Mischung aus Blumen, Hecken, Bäumen
  • möglichst naturnahe Bepflanzung und Pflege
  • „Schumbee“ (Schmetterling-Hummel-Biene)- Bepflanzung
  • Insektenhotels

„Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen.“ (Albert Einstein)
Trifft nicht nur auf Bienen zu.

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