Internationaler Tag des Sports

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Auch was Gesundheit anbelangt, ist die Welt voller Ungleichheiten.

Der eine Teil der Menschheit leidet unter chronischem Bewegungsmangel – verbunden mit falscher Ernährung das häufigste Risiko für sogenannte Wohlstandskrankheiten wie Bluthochdruck, Übergewicht/ Fettleibigkeit, Herz- und Gefäßkrankheiten.

Der andere Teil der Menschheit kann von Sport in unserem Sinn nur träumen: Er muss seinem Körper täglich schwerste gesundheitliche Belastungen allein für den Lebensunterhalt abverlangen, was ihn oft schon in jungen Jahren krank und arbeitsunfähig macht – vor allem, wenn Mangel- und Unterernährung den Körper zusätzlich schwächen.

Das UN-Ziel 3 verlangt: „Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern“

Apropos Alter:

In vielen Ländern des globalen Südens erreichen viele Menschen das Erwachsenenalter gar nicht erst: Täglich sterben 16.000 Kleinkinder, zumeist an vermeidbaren Krankheiten, sehr viele bereits bei der Geburt, auch die (oft minderjährigen) Mütter sind oft Opfer.

Deshalb gehört eine klar definierte Senkung der Neugeborenen-, Kleinkinder- und Müttersterblichkeit zu den wesentlichen Unterzielen dieses UN-Zieles 3, und das ist statistisch nachprüfbar.

Apropos Sterblichkeit:

Trotz beachtlicher medizinischer Fortschritte sind die Herausforderungen im gesundheitlich-medizinischen Bereich weltweit immer noch immens: Millionen von Menschen sterben jährlich an vermeidbaren und/oder behandelbaren Krankheiten wie Tuberkulose oder Malaria, weil es entweder am Zugang zu einer funktionierenden medizinischen Grundversorgung oder einer (bezahlbaren) medikamentösen Behandlung fehlt.

Apropos Gesundheitssystem:

Ohne ein funktionierendes Gesundheitssystem ist nachhaltige Entwicklung nicht möglich. Die UN wollen deshalb bis 2030 eine weltweite Verbesserung vor allem in den Ländern des globalen Südens erreichen: Zugang zu ärztlicher Grundversorgung, zu bezahlbaren Arzneimitteln, Impfungen, Aufklärung usw.

Zur Erreichung des Ziels 3 gehört auch die Stärkung der „Gesundheitskompetenz“, das heißt dass jede/-r relevante Gesundheitsinformationen finden, verstehen, beurteilen und anwenden kann.

Unsere Gesundheitssituation in Südtirol ist auch in dieser Hinsicht ziemlich komfortabel: Wir sind in der Regel nicht nur bestens darüber informiert, wie und wo wir ärztliche oder medikamentöse Behandlung in Anspruch nehmen können, sondern auch darüber, was uns guttut und was nicht.    

Und Bewegung und Sport gehören dazu. Keine Frage, keine Ausrede.

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