Tatort Internet – Expertenvortrag der Postpolizei

Postpolizeikl

Am Dienstag, den 14. Dezember waren alle 4. und 5. sowie 1. Klassen, am Nachmittag in der Aula zu einer Vorlesung über das Internet als Ort des Verbrechens versammelt. Die vier Referenten versuchten dabei durch einen Mix aus Theorie und praktischen Beispielen den Schülern das Thema näherzubringen.

Vor allem in den letzten Jahren konnte man eine rasante Entwicklung der Technologie und Kommunikation beobachten, nicht zuletzt auch während der Corona-Pandemie. Mit dieser Entwicklung hat sich vieles zum Positiven verändert, allerdings kann der technische Fortschritt bei genauerer Betrachtung als zweischneidiges Schwert bezeichnet werden.

Warum?

Die Antwort auf diese Frage bekamen die Schüler*innen von einer Expertengruppe, bestehend aus den Rechtsanwälten Marco Emer und Cristina Laurenza sowie den beiden Vertretern der Postpolizei Bruno Mazzurana und Luigi Lamberti. Sie schafften es bei ihrem Vortrag eine ideale Balance zwischen Italienisch und Deutsch, aber auch Praxis und Theorie zu erreichen.

Nach der informativen, in Beispielen verpackten Einführung durch Rechtsanwalt Emer, wurde allen Schüler*innen klar, wieso es sich beim Internet um einen Raum handelt, der mit Vorsicht zu genießen ist. Denn viele Verbrechen haben sich parallel mit der Entwicklung des Internets etabliert.

Dies wurde durch drei Artikel aus dem Strafgesetzbuch (Codice Penale) veranschaulicht, die uns Rechtsanwältin Laurenza ausführlich erklärt hat. Behandelt wurden die relativ neuen Verbrechen des Stalking, Revenge Porn sowie Identitätsfälschung im Internet. Keines dieser „reati“ ist älter als 15 Jahre.

Nach dieser Einsicht in die gesetzlichen Grundlagen übernahmen die Beamten von der Postpolizei und ergänzten die Gesetzestexte durch ihre Erfahrungen aus dem Berufsleben. Eindrucksvoll konnten die Schüler*innen miterleben wie die Täter im Internet vorgehen und vor allem wie man sich davor schützen kann.

Überrascht waren alle, als uns die Polizisten darauf aufmerksam gemacht haben, dass bereits eine falsche Altersangabe bei Social Media beispielsweise als Verbrechen eingestuft werden könnte. Kurz darauf konnten die Anwesenden aber wieder aufatmen als sie hörten, dass die Gesetzeshüter in diesem Bereich sehr tolerant sind.

Wir Schüler*innen konnten uns aus dem Vortrag einen nützlichen Erfahrungsmehrwert aneignen, der uns für immer erhalten bleiben wird, wobei wir in Zukunft aufmerksamer und kritischer mit dem Internet umgehen werden.

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