Benediktinergymnasium / Ginnasio dei Benedettini

Die Lateinschule – Vorläufer des Gymnasiums

Bis 1363 war Meran Residenzstadt der Tiroler Landesfürsten und blieb bis 1848 Landeshauptstadt
In die Zeit der Stadterhebung 1317 fällt die Einrichtung einer Lateinschule als Nachfolgeinstitution der schon für 1295 bezeugten Pfarrschule; 1336 wird erstmals ein Schulmeister von Meran genannt.

Das Benediktinergymnasium Meran wurde 1724 gegründet. Zu diesem Zweck erwarb das Kloster den Ansitz Lebenbrunn am Rennweg. Am 14.Juni 1728 wird der Grundstein zum Gymnasiums-Neubau gelegt und vier Jahre später, 1732, steht das städtische Gymnasium vollendet da.Es hatte bis 1928 Bestand. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Wiedereröffnung der Schule als staatlich geführtes Humanistisches Gymnasium „Beda Weber“, das 2011 in den Gymnasien Meran aufging.

Johann Baptist von Ruffin

1725 wurde auf dem Grund des Ansitzes Lebensbrunn das Gymnasium errichtet, 8000 Gulden wurden von dem aus Meran stammenden wohlhabenden Salzkaufmann Johann Baptist von Ruffin gespendet, die restlichen Mittel stellte die Stadt.

Unterrichtsfächer bis Mitte des 19. Jahrhunderts

Religion
Griechisch
Latein
Geografie
Geschichte
Mathematik
Interpretation
Stilistik

Pius Zingerle,

eigentlich Peter Jacob, war ein Orientalist und katholischer Theologe.Zingerle trat 1819 in das Benediktinerstift Marienberg im Vinschgau ein, studierte an der Universität Innsbruck Theologie. Lehrer am Benediktinergymnasium in Meran.

Albert Jäger war ein Benediktiner und Historiker. Er war der Begründer des Instituts für österreichische Geschichtsforschung. Lehrer am Benediktinergymnasium in Meran.

Beda Weber,

eigentlich Johann Chrysanth Weber, war Schriftsteller, Theologe und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung 1848. Lehrer am Benediktinergymnasium in Meran.

Luis Zuegg

war ein Unternehmer und Seilbahnpionier aus Südtirol.
Er besuchte das Benediktinergymnasium in Meran (1890-1898) und studierte an der technischen Hochschule in Graz. 1903 kehrte er in seine Heimat Südtirol zurück.

Im Zuge der faschistischen Italianisierungspolitik wurde das Benediktiner-Gymnasium 1928 aufgelöst. An seine Stelle trat das italienischsprachige Liceo „Giosuè Carducci“. Nur zwei Benediktiner–Patres konnten an diesem Lyceum weiter unterrichten. Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg zog das deutschsprachige Humanistische Gymnasium, das etwas später nach „Beda Weber“ benannt wurde, ein.