Einen Maturaball zu veranstalten, wurde für die einzelnen Abschlussklassen zunehmend schwieriger, da die Vereinshäuser der umliegenden Gemeinden aufgrund mehrerer unschöner Ereignisse ihre Säle nur mehr ungern an Schulklassen vermieteten. Zusammen mit Barbara Pircher, Deutschlehrkraft an der WFO, fasste sich der damalige Direktor Ferdinand Patscheider ein Herz, auch der Schulrat war bald überzeugt, und so fiel der Startschuss für die Ausrichtung des ersten alle Maturaklassen übergreifenden Balles der Handelsoberschule. Für den ersten „HOBballa“ öffneten sich im Jänner 2011 die Türen des Kurhauses Meran und er etablierte sich schnell als glamouröses Fest der gesamten Schulgemeinschaft.
…wird eine Tugend…
Jedes Jahr wurde ein Ballkomitee ins Leben gerufen, in welchem Eltern, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen die Organisation dieser Veranstaltung für 2000 Gäste in Angriff nahmen. An die Seite von Barbara Pircher gesellte sich bald Birgit Stimpfl. Auch andere Lehrkräfte trugen Jahr für Jahr zum Gelingen des Balls bei: Uta Tribus und Elisabeth Pallozzi waren für den ästhetischen Auftritt der Maturantinnen und Maturanten zuständig: Sie vermittelten Tanzstunden, choreographierten Mitternachtseinlagen und übten den eleganten Saal-Einzug mit ihnen ein. Schulsekretär Peter Vanzo führte Regie in allen finanziellen Angelegenheiten, Roland Stauder und Petra Agnelli kümmerten sich um die Kulinarik und mussten nicht selten als Deus ex machina einspringen, wenn eine Schülerin oder ein Schüler ihren bzw. seinen Auftrag nicht ganz so zuverlässig ausführte.
…mit kreativem und wirtschaftlichem Potenzial
Nach dem Zusammenschluss von HOB und LeWiT wurde aus dem „HOBballa“ die „Kafka Gala“, um deutlich zu machen, dass der Ball das Gemeinschaftsprojekt aller Abschlussklassen der WFO war. Die aus der LeWiT (für drei Jahre) übernommenen Grafikerklassen mit ihrem Lehrer Markus Unterthurner entpuppten sich als ein unschätzbarer Gewinn für die „Kafka Gala“. Jahr für Jahr übertrumpften sich die Klassen mit immer aufwändigeren Plakaten und Saaldekorationen.
Und dann kam die Pandemie
Im Jänner 2020 fand die zehnte und vorerst letzte „Kafka Gala“ statt. Nicht nur Corona, sondern auch den weitreichenden Änderungen in den schulischen Buchhaltungsvorschriften sowie den hohen Kosten für die Saalmiete im Kurhaus ist es geschuldet, dass der Schulrat der WFO vorerst davon Abstand nahm, eine weitere „Kafka Gala“ auf die Beine zu stellen.
Gute Zukunftsaussichten
Aber heute ist nicht alle Tage! Die WFO hat 2025 einen Förderverein gegründet, der die Ausrichtung der “Kafka Gala” oder einer ähnlichen Großveranstaltung übernehmen könnte, bei der sich die gesamte Schulgemeinschaft gebührend feiern, austauschen und niveauvoll amüsieren kann.