Jeder Tag sollte ein Frauentag sein…

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Zumindest solange der Hälfte der Menschheit nicht in vollem Umfang und in Wort und Tat das Grundrecht auf Gleichberechtigung und -behandlung zugestanden wird – international, wie bei uns in Südtirol, in jeder Familie bzw. jeder Partnerschaft.

Das verlangt auch das Ziel 5 der UN-Agenda 2030:

Das Ziel 5 fordert die Eliminierung aller Formen von Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Es geht aber auch um die gleichberechtigte Teilhabe im wirtschaftlichen, politischen und öffentlichen Leben.

Nach Angaben der UN-Frauenorganisation (UN Woman) gehören Gewalterfahrungen zum Alltag von Millionen von Frauen, ein Drittel der Mädchen und Frauen weltweit sind im Laufe ihres Lebens physischer und/oder sexueller Gewalt ausgesetzt. 700 Millionen Mädchen unter 18 Jahren werden jedes Jahr zwangsverheiratet, viele erleiden Genitalverstümmelung, grausame Körperbestrafung, Mord und Totschlag – nur weil sie eben Frauen sind.

In etlichen Ländern haben Frauen keine Möglichkeit zum Landerwerb, haben weniger Chancen vor Gericht, können keine/ nur kurz eine Schule besuchen oder eine Ausbildung machen, wodurch sie dem Teufelskreis von wirtschaftlicher Abhängigkeit und Unterdrückung entfliehen könnten.

In den hochindustrialisierten Ländern verdienen Frauen deutlich weniger als Männer, bekommen im Alter weniger Rente, und Frauen sind in Spitzenpositionen in den Konzern- oder Betriebsleitungen immer noch untervertreten, in der öffentlichen Verwaltung dasselbe Bild. Ähnliches gilt in der Politik – von den Parlamenten über die Landtage bis zu den Spitzenposten in den Gemeinden.

Überrepräsentiert sind Frauen hingegen da, wo es (zu) wenig oder nichts kostet: bei der Hausarbeit, Kindererziehung, Alten- und Krankenpflege usw.

Jeder Tag sollte (auch) ein Frauentag sein!

Damit es keinen solchen Frauentag mehr braucht…

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